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Experimente mit der HF-Pentode 6K4P


Die 6K4P ist eine Regelpentode für HF- und ZF-Verstärker. Sie entspricht weitgehend der EF93, allerdings mit interner Verbindung zwischen Kathode und Gitter 3. Die Röhre ist für allgemeine HF-Anwendungen wie Antennenverstärker, Mischer und Audionschaltungen geeignet und kommt z.B. in einem Audion mit einer kleinen Betriebsspannung ab 6 V aus. Die 6K4P lässt sich gut für einfache Röhrenexperimente und für die Ausbildung verwenden. Besonders der Regelumfang von 40 dB eröffnet interessante Möglichkeiten. Die Pinbelegung entspricht der EF95, sodass EF95-Experimente auf dem RT100 ohne Schaltungsänderungen auch mit der 6K4P durchgeführt werden können.

Im Online-Shop ist jetzt ein Starterkit mit zwei dieser Röhren mit passenden Fassungen, Dreko  und weiteren nützlichen Bauteilen erhältlich. Hier soll eine Übersicht über mögliche Versuche gegeben werden. Alle in ELEXS vorgestellten Versuche mit der EF95 und mit der EF98 sind auch mit der 6K4P machbar. Teilweise kann die Anodenspannung gegenüber der EF95 noch weiter reduziert werden. Der reine 6-V-Betrieb ist möglich.


Um einen ersten Überblick über das Verhalten der Röhre bei 12 V zu bekommen, wurden einige Messungen mit unterschiedlichen Gitterwiderständen durchgeführt. Es fällt auf, dass die Röhre auch noch mit sehr großen Gitterwiderständen gut arbeitet. Im Gegensatz zu nicht-regelbaren Pentoden (sharp cutoff) wie der EF95 nimmt der Anodenstrom nicht so schnell ab. Zwischen den beiden Messpunkten für 100 k und 1 M kann man die Steilheit bestimmen: S = (0,66 mA- 0,48 mA) / (0,39 V- 0, 22 V ) = 1,06 mA/V. Zwischen den beiden folgenden Messungen wird die Steilheit mit 0,52 mA/V bestimmt. Man sieht, dass die Steilheit mit negativerer Spannung allmählich abnimmt, was für eine Regelpentode ausgenutzt wird.

GitterwiderstandGitterspannungAnodenstrom
1 k-9 mV0,9 mA
10 k-75 mV0,88 mA
100 k-220 mV0,66 mA
1 M-390 mV0,48 mA
10 M-640 mV0,35 mA

Braucht man mehr Anodenstrom, dann darf das Steuergitter auch leicht positiv vorgespannt werden. Eine beliebte Schaltung ist der Kopfhörerverstärker mit 12 V Anodenspannung. Die 6K4P bring hier praktisch die selben Ergebnisse wie die EF95.


Auch die klassische Audionschaltung bei nur 6 V wurde mit der Röhre getestet. Die 6K4P ist in dieser Schaltung der Niedervoltröhre EF98 ebenbürtig. Man kann sogar noch größere Gitterwiderstände als bei der EF98 verwenden. 


Kurzwellen-Prüfsender auf der Steckboardplatine

Die neue Steckboardplatine hat sich als ideale Basis für kleine Röhrenexperimente mit dem Starterkit erwiesen. Die verwendeten Fassungen lassen sich leicht auflöten, wenn man die Anschlüsse passend biegt. Alle Abschlüsse der Röhre sind dann an eigenen Kontaktstreifen zugänglich. Die 6 k4P hat im Wesentlichen die gleiche Pinbelegung wie die EF98, die EF95, die 6J1 und die 6K2. Der Unterschied liegt nur in der inneren Verbindung zwischen Gitter 3 und Kathode bei der EF95 und der 6K4P, während die EF95 ebenso wie die 6J2 das Gitter 3 einzeln am Pin 7 herausführen. Damit hat man die Möglichkeit das Bremsgitter direkt an GND zu legen oder aber die Pentode als Triode zu betreiben.

Das Foto zeigt einen Testaufbau eines Kurzwellen-Prüfsenders für den Bereich 3,5 MHz bis 15 MHz für alle diese Röhren. An der Koppelwicklung der Kurzwellenspule wurde eine Ausgangsspannung von 1 V gemessen. Die Anodensapnnung beträgt 6 V. Der gelötete Aufbau auf der Platine bringt eine gute Zuverlässigkeit und Stabilität des Oszillators.

Steckboardplatine: www.ak-modul-bus.de/stat/steckboardplatine.html
Röhren-Starterkit: www.ak-modul-bus.de/stat/roehren_starterkit.html
Röhre 6J2:   www.ak-modul-bus.de/stat/roehre_6j2.html
Experimentiersystem RT25: www.ak-modul-bus.de/stat/experimentiersystem_roehrentechnik_rt25.html
Experimentiersystem RT100: www.ak-modul-bus.de/stat/experimentiersystem_roehrentechnik_rt100.html


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