| Messung der Frequenz und der Amplitude
einer Wechselspannung.
Will man ein Wechselspannungssignal messen, dann
ist zusätzlich
zur Eingangsempfindlichkeit auch noch die Ablenkgeschwindigkeit
wichtig.
Meist verändert man einfach die Ablenkeinstellung, bis man ein
gut
erkennbares Bild erhält. Zusätzlich muss die
Triggerung stimmen,
damit eine stehende Kurve gezeichnet wird.

Im Beispiel wurde eine Ablenkgeschwindigkeit von
0,1 ms pro Skalenteil
gewählt. In X-Richtung hat der Schirm 10 Skalenteile, zeigt
also nun
einen Bereich von genau einer Millisekunde. Die Triggerung steht in
Stellung
AC. Das Gerät sorgt damit selbst für ein stehendes
Bild.

Mit etwas Übung kann man das Messergebnis
leicht interpretieren.
Die Eingangsempfindlichkeit steht noch auf 1 V/Skt. Mit dem
Nullpunktregler
wurde die Kurve genau in die Mitte des Schirms geschoben. Das Bild
zeigt
also eine Spitzenspannung (= Amplitude) von Us = 1,4 V. Zwischen den
beiden
Spitzen misst man die Spannung Uss = 2,8 V. Da es sich um ein
Sinussignal
handelt, kann man die Effektivspannung mit Ueff = 1 V angeben. Die
Spitzenspannung
ist für ein Sinussignal immer um den Faktor 2^-1/2 (Wurzel aus
2 =
1,414) größer als die Effektivspannung. Wenn einfach
nur die
Spannung des Signals gefragt ist, lautet das Ergebnis also 1 Volt.
Und nun muss noch die Frequenz abgelesen werden.
Hier kann man verschiedene
Ablesemethoden anwenden. Ganz grob kann man sehen, dass vier
Schwingungen
auf einen Zeitraum von einer Millisekunde passen. Die Frequenz ist also
ca. 4 kHz.
Genauer betrachtet muss die Frequenz etwas kleiner
sein, weil die vierte
Schwingung nicht ganz vollständig ist. Genauer wird die
Ablesung,
wenn man die Periode einer Schwingung misst. Sie beträgt hier
t =
0,27 ms. Mit f = 1/t erhält man f = 3,7 kHz.
Wenn es noch genauer sein soll, kann man in diesem
Fall die Zeit für
drei vollständige Perioden ablesen: 3t = 0,79 ms. Daraus
ergibt sich
eine Frequenz von 3,8 kHz.
Das Ergebnis lautet also: Es handelt sich hier um
eine sinusförmige
Wechselspannung mit einer Effektivspannung von 1 V und einer Frequenz
von
3,8 kHz.
Siehe auch: Messungen an einem
Röhrenverstärker
Übrigens, für ganz einfache
Messungen reicht oft auch ein PC oder Laptop als Ersatz für
ein Oszilloskop. Dabei gibt es zwei Wege. Zum einen kann man die
Soundkarte verwendent und erhält dann ein Oszi im NF-Bereich.
So lassen sich auch mit der passenden Software wie z.B. SDRadio NF-Spektren
untersuchen. Zum anderen können externe USB-Oszilloskope
eingesetzt werden, die den Bildschirm des Rechners nutzen. Dann reicht
z.B schon ein günstiges
Laptop für ein portables
Oszilloskop.
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