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RFID-Modellversuch

| RFID-Karten (Radio Frequency Identification), wie
sie z.B. bei der Fußball-Weltmeisterschaft als Eintrittskarten verwendet
wurden, arbeiten mit 13,56 MHz. Das Prinzip soll hier mit einem vereinfachten
Modell veranschaulicht werden. Der selbst gebaute RDID-Transponder besitzt
nur eine Informationsmenge von einem Bit, funktioniert aber sonst ähnlich
wie die richtigen Tags. Insbesondere die Energieversorgung und die Lastmodulation
sind dem Original nachempfunden.
Als erstes braucht man einen kleinen HF-Sender mit einer Frequenz von
13,56 MHz. Hier wurde eine Schaltung aus dem Franzis-Lernpaket Tesla-Energie
nachgebaut, das ebenfalls auf 13,56 MHz arbeitet. Der Quarz
ist aber auch einzeln zu bekommen.
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Der Sender
| Die Sendespule mit vier Windungen erzeugt ein kräftiges
HF-Feld, aus dem der Transponder seine Energie bezieht. Im Eingang der
Schaltung liegt ein abgestimmter Schwingkreis, dessen HF-Spannung gleichgerichtet
wird. So erhält man bei Annäherung an den Sender die Betriebsspannung
von ca. 3 V für die nachfolgende Schaltung. Sie besteht hier aus einem
CMOS-Frequenzteiler mit dem Teilerverhältnis 10. Am Ausgang des ICs
liegt eine Rechteckspannung mit 1,356 MHz und einem Tastverhältnis
von 1 : 10. |

Der Transponder
| Die herunter geteilte Frequenz steuert einen Transistor
an, der für eine Lastmodulation des Antennensignals sorgt. In jeder
zehnten Periode des Eingangssignals wird er leitend und entzieht dem Schwingkreis
Energie, aber nur so viel, dass der Teiler an seinem Takteingang noch genügend
Eingangsspannung erhält. |

Das lastmodulierte Signal am Kollektor
| Durch die periodische Dämpfung des Schwingkreises
mit einer Frequenz von 1,356 MHz entstehen Seitenbandsignale bei 13,56
MHz - 1,356 MHz = 12,204 MHz und bei 13,56 MHz + 1,356 MHz = 14,916 MHz.
Diese Signale kann man nun mit einem normalen Kurzwellenempfänger
empfangen. Für den Versuch wurde der DRM-Empfänger
verwendet. Stellt man den Empfänger auf 12,204 MHz ein, ist auch bei
eingeschaltetem Sender zunächst kein Signal zu erkennen. Bringt man
die Empfangsspule des Transponders dann auf etwa 1 cm an die Sendespule
heran, entsteht plötzlich ein Träger. Das neue Signal erscheint
gerade dann, wenn die Versorgungsspannung für den HC4017 ausreicht.
Im Prinzip könnte man nun mit dem Empfangssignal einen Ausgang schalten
und z.B. ein Tür öffnen. |

Das Seitenbandsignal, empfangen mit DREAM
Literaturhinweis: Die Zeitschrift Elektor
beschäftigt sich im Septemberheft 2006 mit dem Thema RFID. Mit den
Heft wird ein funktionsfähiger RFID-Chip ausgeliefert. Außerdem
werden RFID-Leser als Bauprojekte beschrieben.

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